CPT Codes für KI in der Hirndiagnostik – US-Trend als Vorbote für zukünftige Rolle von KI in Europa?

Im Januar 2023 sorgte die Zulassung von Lecanemab für Begeisterung bei Neurolog:innen und Radiolog:innen, ein historischer Durchbruch als erste erfolgversprechende Alzheimer-Behandlung. Mit dieser wirksamen pharmazeutischen Option gewinnen MRT-basierte Hirndiagnostik-Verfahren eine enorme Bedeutung für die frühzeitige Erkennung neurodegenerativer Erkrankungen.

Damit ändert sich der Status von KI-Tools für die automatisierte Hirnvolumetrie und macht die Nutzung von Tools wie mdbrain zukünftig womöglich unverzichtbar. Für andere Indikationen wie systematische onkologische Screening- und Früherkennungsverfahren bei Krebs ist der potenzielle Wert von KI-Tools unbestreitbar. Doch eine Frage steht weiter im Raum: Ist KI langfristig wirtschaftlich tragfähig?

Kostenerstattung steht unmittelbar bevor

Die Einführung der neuen CPT-Kategorie-III-Codes in den USA ab dem 01.01.2024 für KI-Tools zur quantitativen MRT-Hirnanalyse stellt einen bedeutenden Meilenstein dar. Diese Weiterentwicklung bietet einen standardisierten Rahmen für die Bewertung verschiedener neurologischer Erkrankungen, einschließlich Demenz oder Multipler Sklerose, und verbessert damit die Patientenversorgung.

Ein weiteres vielversprechendes Beispiel ist der Fortschritt bei der Prostatakrebsdiagnostik. Mit der nachgewiesenen Wirksamkeit von mpMRTs beginnen nun auch Krankenversicherungen in Deutschland, die Kosten zu übernehmen. Denn KI spielt eine entscheidende Rolle dabei durch automatisierte longitudinale Auswertungen. Diese sind insbesondere für die effiziente Durchführung groß angelegter Screenings wichtig, wie aus der Active Surveillance bekannt.

Rentabilität jenseits der Kostenerstattung

Beide Beispiele zeigen, dass Entscheidungsträger im Gesundheitswesen die Bedeutung der Integration von KI entlang der gesamten Patient:innenreise für eine integrierte Versorgung im großen Maßstab verstehen. Während direkte Erstattungen die Übernahme der Technologie erleichtern, ist es unrealistisch, bald mit Erstattungen für alle relevanten Indikationen zu rechnen. Daher ist es für Organisationen angesichts steigender Arbeitsbelastungen und begrenzter Ressourcen jetzt entscheidend, KI zu integrieren. Das Ziel muss eine gesteigerte Effizienz und verbesserte diagnostische Ergebnisse sein, selbst ohne direkte Kostenerstattung.

Eine Option, die aktuell immer beliebter wird, ist die Abrechnung individueller Gesundheitsleistungen direkt an Patient:innen. Falls sie sich dafür interessieren, schauen sie gerne hier.

Wenn Sie generell mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihre Tools in Ihren täglichen Arbeitsablauf integrieren und dabei einen positiven ROI erzielen können, vereinbaren Sie einen Termin mit unserem radiologischen Experten Marco Le Donne.

 

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